Blick auf das D4 Gebäude von außen bei Nacht.

Neue Publikation zu Ungleichheiten im Zugang zu Kinderbetreuungseinrichtungen in Wien veröffentlicht

31. Jänner 2020

In der Studie „Inequalities in Spatial Accessibility of Childcare: The Role of Non-profit Providers”, die in der Zeitschrift Journal of Social Policy veröffentlicht wurde, untersucht Astrid Pennerstorfer Unterschiede in der Zugänglichkeit zu Kinderbetreuung in Wien. Die räumliche Zugänglichkeit ist umso höher, je mehr Kindergärten es in unmittelbarer Nähe des Wohnortes gibt, je mehr Betreuungsplätze ein Kindergarten bietet (Angebotskomponenten) und je weniger Kinder im Umfeld wohnen, die auch einen Kindergartenplatz benötigen (Nachfragekomponente). Der Ausbau der Kindergärten im Zeitraum von 2009 bis 2014 führte zu einer Verbesserung der Zugänglichkeit zu Kindergärten für Wiener Kinder aller Gesellschaftsschichten. Allerdings finden sich große Unterschiede zwischen verschiedenen Wohnvierteln. Kinder, die in Gegenden mit höherem sozioökonomischem Status wohnen, haben auch höhere Zugänglichkeit zu Kinderbetreuung. Dieser Effekt ist vor allem auf das Angebot der privaten Kindergärten zurückzuführen. Während öffentliche Kindergärten teilweise sogar bessere Zugänglichkeit für Kinder bieten, die in „schlechteren“ Wohngegenden wohnen, ist bei privaten Kindergärten genau das Gegenteil der Fall. Private Kindergärten siedeln sich also vermehrt in Wohnvierteln mit höherem sozioökonomischem Status an.

Link zur Studie https://bach.wu.ac.at/d/research/results/94248/

Link zu Blogbeitrag https://awblog.at/zugang-institutionelle-kinderbetreuung-wien/

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